Rhythmen sind sehr wichtig. Nicht nur um bessere Soli zu spielen, auch um besser zu begleiten oder Begleitungen spannender zu gestalten.

Beginnen wir bei den Grundlagen:

Notenwerte PDF Download

Auf diesem PDF findet ihr die Grundlagen der Notenlaengen. Spreche ich von einem Takt, dann meine ich diese Unterteilung (Markierungen in Rot stellen einen Takt dar. In diesem Bild sind 4 Takte zu sehen):

Sollte ich in diesem Post ueber einen ‚Schlag‘ oder ‚Schlaege‘ sprechen, dann sind diese gemeint:


Notenlaengen

Bei den ganzen Noten solltet ihr die Note komplett aushalten. Aushalten bedeutet; spielt sie auf Schlag 1 and und lasst sie klingen bis und mit Schlag 4. Erst beim naechsten Takt wird die neue Note angespielt, ohne eine Unterbrechung.

Das klingt in etwa so:

Bei den halben Noten (halb, weil sie nicht einen ganzen Takt sind, sondern einen halben) spielen wir auf Schlag 1 und lassen den Ton ausklingen bis und mit Schlag 2. Erst bei Schlag 3 wird die neue Note, auch wieder ohne Unterbrechung, angespielt.

Die Viertelnoten sind die einfachsten, weil du diese genau so spielen kannst wie du mit deinem Fuss den Takt angibst.

Achtung! Hast du einen 4/4 Takt wie auf dem PDF, dann klopfst du mit deinem Fuss den 4/4 Takt. Solltest du aber zb. einen 8/8 Takt haben, dann klopfst du natuerlich den 8tel und zaehlst somit anders!

Versuche hierbei den Ton mit deinem Fuss zu synchronisieren. Es sollte genau gleichzeitig angespielt, bzw. mit dem Fuss getappt werden.

Versuche bei den 8tel Noten doppelt so schnell zu spielen als dein Fuss den Takt angibt. Also in der gleichen Zeit welche dein Fuss einen Schlag macht, solltest du 2 Toene spielen. Spiele die Noten Regelmaessig, nicht dein einen laenger oder kuerzer. Denke daran, gleichmaessige Noten muessen immer gleichmaessig gespielt werden. Alles andere, wie zb. Swing Phrasierung usw. wird wie unten beschrieben angezeigt.

Die schwierigesten Noten sind die 16tel. Nicht weil sie abstrakt oder unlogisch sind, sondern weil sie meistens einfach sehr schnell sind. Hierbei hilft es das Metronom etwas langsamer zu stellen. =)

Versuche mit deinem Fuss 2x zu schlagen und dazwischen 4 gleichmaessig verteilte Noten zu spielen.

 

Triolen

Von den Triolen hatte ich am meisten Angst, war aber eigentlich falsch, den die machen ja eigentlich nichts boeses.

Schlussendlich sind Triolen nichts anders als 4tel, 8tel oder 16tel, mit dem einzigen unterschied, dass wenn du zb. bei den 8teln 2 Noten in einem Schlag unterbringen solltest, du bei den 8tel-Triolen einfach 3 Schlaege unterbringen sollst.

Versucht – wie bereits beschrieben – bei den halben Triolen 3 Noten in einen gesamten Takt einzufuegen.

Bei den viertel Triolen sind 3 Noten waehrend 2 Schlaegen zu hoeren. Das nennt man auch ‚Polyrhythmik‘, also zwei unterschiedliche, aber trotzdem gleichmaessig gespielte Rhythmen uebereinander.

Versucht einmal den Takt zu zaehlen -> 1 – 2 – 3 – 4 und dann die Triole zu zaehlen. Hier kannst du zb. ‚Tri – o – le‘ sagen/singen.

Das gleiche auch bei den 8tel Triolen. Hier werden aber 3 Triolen waehrend einem Schlag gespielt. Also insgesamt 4×3 Triolen pro Takt.

Punktierte Noten

Punktierte Noten sehen auch schlimmer aus als sie sind. Jedoch sind diese definitiv muehsamer zu zaehlen als andere (finde ich).

Ein Punktierter Viertel  ist nicht mehr oder weniger als: Viertel-Note x 1.5 bzw. Viertel-Note + die haelfte. In diesem beispiel haetten wir dann eine Viertel-Note + eine Achtel Note. Eine andere Variante dies darzustellen waere der Viertel, gebunden mit einem Achtel  . Diese Variante braucht man zb. um Noten, die Taktuebergreifend sind zu verbinden. Also wenn eine Note Punktiert sein sollte, diese jedoch nicht mehr in einen Takt passt, muss die Note verlaengert werden und mit einer Note aus dem naechsten Takt ‚verbunden‘ werden. Diese nennt man dann eine gebundene Note.

Eine andere Art punktierte Viertel zu zaehlen waere auch wenn man alle Noten auf den kleinsten Nenner runterbrechen wuerde. Also (1 Viertel + 1 Achtel = 3 Achtel). Also koenntest du auch alles in Achtel zaehlen, jedoch nur jede vierte Note spielen -> | 1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 |

Denk daran, wenn wir 8tel spielen, dann passen 8 Noten in einen 4/4 Takt und muss dementsprechend schneller gespielt werden.

Das selbe gilt auch fuer Punktierte Achtelnoten. Hier wird nochmal verkleinert, also (1 8tel Note + 1 16tel Note = 1 Punktierte 8tel Note). Andere Variante hierbei waere: Zaehle 16tel Noten, spiele aber wieder nur jede 4te Note.

| 1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9 – 10 – 11 – 12 – 13 – 14 – 15 – 16 |

Denk daran, wenn wir 16tel spielen, dann passen 16 Noten in einen 4/4 Takt und muss dementsprechend schneller gespielt werden.

3/4 Takt

In einem drei Viertel Takt, hat es – wie der Name schon sagt – nur fuer 3 Viertel Platz. Das heisst; alles bleibt beim alten, alle Rhythmen werden gleich gespielt, alle Noten werden gleich lange ausgehalten usw. mit dem einzigen unterschied; der Takt geht nur bis 3 und nicht wie bisher auf 4. Das beste Beispiel fuer einen 3/4 Takt ist ein Waltzer. Schaut euch hierfür mal ein paar Waltzer-Videos auf Youtube an.

Viertel Noten im 3/4 Takt

Achtel Noten im 3/4 Takt

Schzehntel Noten im 3/4 Takt

Das gleiche Prinzip wie Triolen, aber genau andersrum gespielt/gezaehlt sind die Duolen.

Das heisst: Hier werden 2 Noten waehrend 3 Schlagen gespielt. Bei den Viertel Triolen werden 3 Triolen waehrend 2 Schlaegen gespielt.

Oder bei dem 4 ueber 3 Rhythmus werden 4 Noten waehrend 3 Schlaegen gespielt. Wieder das genau umgekehrte welches wir bei den ‚Halben Triolen‘ hatten. Bei den halben Triolen spielten wir 3 Noten waehrend 4 Schlaegen (3 ueber 4 Rhythmus). Beim 4 ueber 3 Rhythmus spielen wir 4 Noten waehrend den 3 Schlaegen im 3/4 Takt.

Swing Phrasierung

In der Swing Phrasierung werden zb. achtel Noten genau gleich geschrieben wie bei der ’normalen‘ Spielart, werden jedoch anders gespielt.

Waehrend man auf gewissen Notenblaettern dieses Zeichen benuetzt  wird im Jazz auf einem Notenblatt ganz oben einfach ‚Swing‘ hingeschrieben. Andere Schreibweise, bedeutet jedoch genau das gleiche.

Was aber immer gleich ist, ist die spielart.

Nochmal zur Wiederholung.

Ein ’normaler‘ 8tel Rhythmus wie oben beschrieben, klingt ohne Swing Phrasierung so:

Waehrend 8tel Noten die Swing Phrasiert sind so klingen:

Beide werden aber ganz genau gleich aufgeschrieben, mit dem kleinen unterschied am Anfang.

Ohne Swing feel:

Mit Swing feel: