Was sind Diagramme?
Nein, man kann sie nicht essen!
Also es gibt verschiedene Varianten von Diagrammen. Fakt ist, sie sind unglaublich nützlich um sich sehr schnell ein Bild von einem Akkord usw. machen zu können.
Die verschiedenen Varianten;
Akkord Diagramme in Songs
Diese Variante mit den Diagrammen sieht natürlich super schön aus erstens – und zweitens sehr vereinfacht. Klar, anfangs ist auch ein Diagram keine einfache lösung, ein Gitarrist der jedoch mehr als 3 min. Täglich seine Songs spielt wird schnell merken, dass nach wenigen Wochen einen kurzen Blick auf ein Akkord Diagram reicht um den Akkord zu identifizieren und logo – zu spielen.
(Hier sind unter den Diagrammen die Finger gemeint = 1 = Zeigefinger, 2 = Mittelfinger usw.. Daumen wird als P oder T dargestellt, wird aber nicht gebraucht, zumindest nicht anfangs)


Wäre diese Variante mit den Diagrammen nicht da, würde es unter umständen so aussehen;

Hier gilt das gleiche Prinzip, ein geübter Gitarrist wird auch dieses wirr warr mit einem Blick entziffern können.
By the way, wer interessiert ist wie man Tabs liest –> Tabulatur
Hätten wir auch keine Tabs würden Akkorde im aller schlimmsten falle eines falles sogar so aussehen;

Arpeggio Diagramme
Sieht wieder super übersichtlich aus

 

 

VS:
 VS:

Skalen Diagramme
Wieder super dargestellt

VS:

VS:

Was ich damit sagen will; Gebt Diagrammen wie auch Tabs eine chance! Auch wen sie anfangs mit Chinesischer Literatur zu vergleichen sind.

Wie lese ich Diagramme?

In der Regel sind Diagramme ganz einfach aufgebaut mit ziemlich verständlichen Bildern.
Man muss nur wissen von wo aus man sie lesen muss.

Hier mal ein paar Beispiele;

Im ersten Beispiel haben wir ein Akkord Diagramm, ganz links (Grün) stehen die Namen der leeren Saiten.
Das Diagramm steht auf dem Kopf, wen man es so sehen will.
Legst du das Diagramm vorne flach auf einen Tisch und die Gitarre mit den Saiten nach oben auf deinen Schoss, so ist es nicht mehr auf dem Kopf.

Als kleines Beispiel schauen wir uns das erste Diagramm unten mal genauer an.
– Die tiefste Saite, auf dem Diagramm ganz unten – Die am dicksten gezeichnete.
– Bei der Gitarre, wen du sie wieder normal hältst, ganz oben. Die am tiefsten klingende.
– Der Rote Punkt bedeutet, dass das eine Root-Note, bzw. einen Grundton ist.

Wen wir uns ein wenig auf dem Griffbrett auskennen, wissen wir, dass dieser Grundton der Ton ‚A‘ ist.
Also wissen wir schon mal dass dieser Akkord irgendwas mit ‚A‘ zu tun hat.
Zurück zur Praxis;
Was bedeuten die Grünen Buchstaben?
Das sind die Töne der leeren Saite. Sobald du mit der Linken Hand nichts drückst, nennt man dies eine leere bzw. offene Saite.
Was sind die Roten Punkte?
Die Roten Punkte sind Root-Notes bzw. Grundtöne.
Was bedeuten die schwarzen Punkte?
Die schwarzen Punkte sind die restlichen Noten, die den Akkord, die Skala, das Arpeggio usw. ausmachen. (Sind genau so wichtig, auch wen nicht so pregnant dargestellt =))
Was heissen die Zahlen auf den Schwarzen und Roten Punkte?
Die Zahlen sagen dir, mit welchem Finger du die Punkte drücken ’solltest‘. (Es ist dir noch immer selbst überlassen wie du es schlussendlich drückst, sollte nur ein Tipp sein.)
Zahlen unter jedem Diagramm
Das sind die Bund-Nummern, der 0. Bund ist eine Offene Saite, (Diagramm 1 – erster Roter Punkt (von unten) und letzter Schwarzer)
Was sind die komischen Symbole, Buchstaben und Zahlen ganz am ende jedes Diagramms?
: Dort stehen die Intervalle. Muss eigentlich für den Anfang gar nicht weiter beschäftigen, dieses Thema kommt dann noch genug früh 😉

Lese Beispiele
Zu den Diagrammen;
Nr. 1 Open Strings Akkorde
Tiefste E Saite (die Dicke) Saite wird NICHT gespielt! Kreuz bedeutet – No Go.
A,- und hohe E Saite (die Dünnste) werden mit der Rechten Hand gespielt, jedoch ohne dort was zu drücken.
B Saite (bzw. H Saite) wird gespielt, aber es muss im ersten Bund mit dem Zeigefinger drauf gedrückt werden.
G Saite wird auch gespielt, muss aber mit dem 3. Finger im 2. Bund gedrückt werden.
D Saite mit dem 2. Finger im 2. Bund drücken.

Danach alle Saiten spielen, OHNE die oberste zu berühren. ‚Ja, das ist anfangs nicht ganz so leicht‘

Nr. 2 Barre Akkorde
Im 3. Bund haben wir 3 mal den 1. Finger. Das Funktioniert mit einem Barre.
Für den Barre legen wir in diesem Beispiel den Zeigefinger ganz über den 3. Bund und drücken alle Saiten (auch diese die nicht dort stehen) runter.
Die D, G und B (bzw. H) Saite drücken wir auch runter, jedoch klingen diese Töne im 3. Bund nicht da wir sie mit dem 3., 4. und 2. Finger weiter vorne schon drücken.
Der Rest ist das genau selbe verfahren wie bei Nr. 1.

Nr. 3 Arpeggios
Bei diesem Beispiel haben wir zu viele Punkte und zu wenig Finger.
Sprich; es ist unmöglich alle Punkte gleichzeitig zu drücken und noch viel unmöglicher dass alle noch klingen.
Die Hierarchie beim Griffbrett ist immer der am weitesten hinten gedrückte Ton.
Also drücke ich beispielsweise auf einer beliebigen Saite im 1. Bund einen Ton, aber gleichzeitig auf derselben Saite auch noch im 3. Bund, so klingt nur der, der weiter hinten gedrückt wird. In diesem Beispiel würde der 3. Bund klingen und der 1. Bund geht unter, bzw. man drückt ihn vergebens.
Ausnahmen hier sind zb. Barre Akkorde (Nr 2.), hier wäre es viel zu schwierig mit einem Finger genau diese 3 Saiten zu drücken ohne die anderen zu berühren, also drückt man lieber alles runter auch wen 3 davon (ja, ich bin immer noch bei Beispiel Nr. 2) überhaupt nicht klingen können.
Vorgehen;
Hat ein Diagramm zu viele Punkte und der gesunde Menschenverstand sagt dir ‚Nope, das ist kein Akkord!‘ dann spielst du immer;
von Links nach Rechts – von unten nach oben (auf dem Diagram) –> (ich gehe nach den Zahlen auf den Punkten) 1 –> 4 –> 3 –> 3 –> 2 –> 1 — > 1 –> 4

Nr. 4 Skalen
Hier wäre es nicht nur unmöglich alles gleichzeitig zu spielen, sondern so unmöglich das vorher noch die Sonne einfriert.
;Das exakt gleiche vorgehen wie bei Beispiel Nr. 3.
:Von Links nach Rechts, wenn alle 3 Töne gespielt wurden eine Saite nach oben (auf Diagramm).